Orang-Utan-Schutz ist Klimaschutz
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Das Mawas-Gebiet ist das größte BOS-Projekt in Borneo. Es umfasst ein 377 000 Hektar großes Areal Tieflandregenwald in Zentral-Kalimantan. "Mawas" bedeutet Orang-Utan in der Sprache der einheimischen Bewohner, der Dayak,
Die Region ist die Heimat einer der letzten großen Orang-Utan-Populationen von 3 000 Tieren und vieler anderer bedrohter Tier- und Pflanzenarten.
Tieflandregenwälder sind für das Weltklima von hoher Bedeutung. In den bis zu 20 Meter starken Torfböden sind riesige Mengen Kohlendioxid gespeichert, die bei Rodungen und Entwässerung freigesetzt werden. Allein im Mawas-Gebiet sind das 1,2 Gigatonnen CO². Zum Vergleich: in Deutschland werden pro Jahr 900 Millionen Tonnen CO² emittiert und heizen so das Weltklima an.
Bei nachhaltiger Bewirtschaftung der Wälder ist die Kohlendioxid-Speicherfunktion der Torfschichten beständig und durch CO²-Bindung wachsen sie sogar zwei Millimeter im Jahr.
Im Falle von Brandrodung oder illegaler Entwaldung beträgt der Schaden im Mawas-Gebiet aus Sicht des Klimaschutzes geschätzte 2,8 Milliarden Euro. Es lohnt sich also, das Mawas-Gebiet für wenig Geld zu erhalten.
BOS unterstützt die ländliche Bevölkerung bei der Schaffung von alternativen Einkommensquellen wie der Rattankultivierung, der Fischzucht und der Gummiproduktion. Durch ökologische Handels-produkte und faire Preise kann ein Beitrag für die nachhaltige Bewirtschaftung des Regenwaldes geleistet werden.
Insgesamt befinden sich 58 Dörfer mit mehr als 29 000 Haushalten innerhalb des von BOS verwalteten Mawas-Gebietes.
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Die größten Gefahren für das Regenwaldgebiet Mawas sind die illegale und legale Rodung von Primärwald und die zunehmenden Waldbrände infolge von Brandrodungen. Hinzu kommen Straßen-bau, Trockenlegung von Feuchtgebieten durch den Bau von Kanälen und illegaler Tierhandel.
Eine weitere Bedrohung ist die legale Vergabe von Konzessionen der Provinz Zentral-Kalimantan an Minengesellschaften und Ölpalmunternehmen. Landkonflikte mit der lokalen Bevölkerung sind an der Tagesordnung. Zudem sind Ölpalmunternehmen und Holzfirmen für ihre illegalen Aktivitäten bekannt.
Im KFCP-Projekt (Kalimantan Forest Carbon Partner-ship) arbeiten Australien und Indonesien gemeinsam an der Entwicklung und Umsetzung von REDD-Aktivitäten (REDD = Reducing Emissions from
Inmitten von Mawas liegt das BOS-Forschungs-zentrum Camp Tuanan, in dem indonesische und internationale Wissenschaftler Forschungsarbeiten an wild lebenden Orang-Utans durchführen.
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