Auswilderung
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Die BOS Foundation hat bereits über 500 Orang-Utans ausgewildert und umgesiedelt. Auswilderungsgebiete sind geschützte Regenwälder, deren Eignung zuvor genauestens geprüft wurde. Studien über das Nahrungsangebot und andere Tierarten sind Voraussetzungen für eine erfolgreiche Auswilderung.
Wilde Orang-Utan-Populationen und Menschen müssen sich in sicherer Entfernung befinden. So wer- den Kämpfe um Nahrung und mögliche Ansteckungen vermieden.
Die Auswilderungen finden kurz nach der Regenzeit statt, wenn die meisten Bäume Früchte tragen.
Die Auswilderung der rehabilitierten Orang-Utans ist eine logistische Herausforderung und mit hohen Kosten verbunden, denn die Gebiete liegen oft weit von den Rehabilitationsstationen entfernt und kön- nen teilweise nur mit dem Helikopter erreicht werden.
Die Orang-Utans werden in kleinen Gruppen mit maximal 10 Tieren ausgewildert, so dass sie sich zu Anfang gegenseitig unterstützen können.
Die erste Nacht in Freiheit verbringen die Orang-Utans in einem hölzernen Feldkäfig, um sich von der anstrengenden Reise zu erholen und sich an die Geräusche des Waldes zu gewöhnen. Bis sich die Tiere selbständig auf Nahrungssuche begeben, werden sie noch täglich an der Freilassungsstelle gefüttert. |
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In den Auswilderungsgebieten gibt es außerdem Forschungscamps, in denen wissenschaftliche Mitarbeiter die Orang-Utans täglich beobachten. Die Verhaltensdaten der Tiere werden ausgewertet und dienen als Basis für weitere Auswilderungen.
Trotz der vielen ermutigenden Erfolge ist die Situation aufgrund der rasanten Zerstörung der Regenwälder problematisch. Die Aufnahmekapazitäten der Auswilderungsgebiete Meratus und Sungai Wain in Ost-Kalimantan sind schon längst erschöpft.
Die Verhandlungen mit der Indonesischen Regierung über geeignete Auswilderungsgebiete laufen zermürbend langsam. Eine neue Hoffnung bietet das Projektgebiet Kehje Sewen, in das bereits Anfang 2012 erste Orang-Utans ausgewildert werden können.
Eine alternative Strategie ist der Kauf von Gebieten, in denen die Tiere übergangsweise artgerecht leben können. Auf fünf Flussinseln in der Nähe der Station Nyaru Menteng leben derzeit 118 Orang-Utans. Diese Tiere leben im Regenwald, müssen aber saison-bedingt zugefüttert werden. Der menschliche Einfluss wird soweit wie möglich reduziert.
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