Auswilderung
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Die BOS Foundation hat bereits über 500 Orang-Utans nach erfolgreicher Rehabilitation ausgewildert. Auswilderungsgebiete sind geschützte Regenwälder, deren Eignung zuvor genauestens geprüft wurde. Studien über das Nahrungsangebot und andere Tier- arten sind Voraussetzungen für eine erfolgreiche Auswilderung.
Wilde Orang-Utan-Populationen und Menschen müssen sich in sicherer Entfernung befinden. So werden Kämpfe um Nahrung und mögliche Ansteckungen vermieden. Die Auswilderungen finden kurz nach der Regenzeit statt, wenn die meisten Bäume Früchte tragen.
Die Auswilderung der rehabilitierten Orang-Utans ist eine logistische Herausforderung und mit hohen Kosten verbunden, denn die Gebiete liegen oft weit von den Rehabilitationsstationen entfernt und kön- nen teilweise nur mit dem Helikopter erreicht werden.
Die Orang-Utans werden in kleinen Gruppen mit ma- ximal 10 Tieren ausgewildert, so dass sie sich zu An- fang gegenseitig unterstützen können. Die erste Nacht in Freiheit verbringen die Orang-Utans in einem hölzernen Feldkäfig, um sich von der anstrengenden Reise zu erholen und sich an die Geräusche des Waldes zu gewöhnen.Bis sich die Tiere selbständig auf Nahrungssuche begeben, werden sie noch täglich an der Freilassungsstelle gefüttert. |
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In den Auswilderungsgebieten gibt es außerdem Forschungscamps, in denen wissenschaftliche Mitarbeiter die Orang-Utans täglich beobachten. Die Verhaltensdaten der Tiere werden ausgewertet und dienen als Basis für weitere Auswilderungen.
Trotz der vielen ermutigenden Erfolge ist die Situation aufgrund der rasanten Zerstörung der Regenwälder problematisch.Die Aufnahmekapazitäten der Auswilderungsgebiete Meratus und Sungai Wain in Ost-Kalimantan sind inzwischen erschöpft. Die Verhandlungen über neue Auswilderungsgebiete mit der Provinzregierung laufen zermürbend langsam. Die wissenschaftlichen Berater von BOS bemühen sich, möglichst schnell geeignete Regenwälder zur Auswilderung zu finden.
Eine alternative Strategie ist der Kauf von Gebieten, in denen die Tiere übergangsweise artgerecht leben können. Auf sechs Flussinseln in der Nähe der Station Nyaru Menteng sind bereits 150 Orang-Utans in geschützten semiwilden Habitaten untergebracht. Der menschliche Einfluss wird dort soweit wie möglich reduziert, eine Zufütterung der Tiere ist aber unerlässlich. Auch das Aufforstungsgebiet Samboja Lestari bietet zahlreichen Orang-Utans bis zu ihrer Auswilderung einen natürlichen Lebensraum.
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