Nachricht Nr.: 339 09.06.2010 Dringende Protestaktionen zum Thema Tropenholz Bitte beteiligen Sie sich unbedingt an den Protestaktionen zum Thema „Tropenholzverbrennung in Kraftwerken von Vattenfall“ und “EU-Gesetz gegen illegale Holzimporte“
 1. Protestaktion von Rettet den Regenwald: Tropenholzverbrennung in Kraftwerken von Vattenfall
Der Energiekonzern Vattenfall und die Berliner Senatsregierung befinden sich mit der Energieversorgung der Hauptstadt buchstäblich auf dem Holzweg. In Europas größtem Biomasseheizkraftwerk in Berlin Lichtenberg soll Tropenholz aus Westafrika verfeuert werden. Einen Vertrag zum Import von einer Million Tonnen Gummibaumholz aus Liberia hat Vattenfall bereits unterschrieben. Auch der regierende Bürger-meister Wowereit und Umweltsenatorin Lompscher unterstützen durch ihre Klimaschutzvereinbarung zwischen dem Land Berlin und Vattenfall bis 2020 diesen Kurs.
Die in Liberia bestehenden Gummibaumplantagen sind als Folge zerstörten Regenwalds entstanden. Und damit Vattenfall und die Stadt Berlin ihre CO2-Bilanzen drastisch schönen können, nimmt der Druck auf die Regenwälder zu, haben die Menschen in Liberia weiterhin keinen elektrischen Strom und jetzt auch nicht mehr ausreichend Feuerholz, um damit zu kochen. So schätzt Silas Siakor, Direktor des Instituts für Nachhaltige Entwicklung in der Hauptstadt Monrovia, zusammengefasst die Folgen von Vattenfalls Vertrag mit Liberia ein.
An der Protestaktion haben sich seit dem 04.06.2010 13.277 Menschen beteiligt.
Bitte protestieren Sie bei Rettet den Regenwald gegen die Tropenholzverbrennung in Kraftwerken von Vattenfall
2. Online-Petition von avaaz.org für ein europäisches Gesetz gegen illegale Holzimporte
Kommende Woche könnte die EU über ein striktes Einfuhrverbot für illegales Holz entscheiden - doch einige Mitgliedsstaaten, in denen die Holzindustrie eine große Rolle spielt, versuchen dies zu verhindern.
Schätzungen zufolge stammen 20-40% der globalen Holzproduktion aus illegalen Quellen. Die starke Nachfrage nach billigem Holz ist ein starker Motor für die illegale Abholzung und hat die Ausrottung seltener Arten, die Zunahme von Korruption und desorganisierten Verbrechens zur Folge.
Jährlich fließen etwa 10-15 Milliarden Euro in die Taschen der Holzmafia. Die EU ist weltweit einer der größten Holz-Importeure und solange der illegale Holzhandel nicht verboten wird, bleibt sie direkt für einen Anteil von 3 Milliarden Euro in diesem Schwarzmarkt verantwortlich.
Letztes Jahr haben es Holz-Konzerne in Zusammenarbeit mit Holz-Importeuren geschafft, die EU-Gesetzgebung maßgeblich zu verzögern. Doch dieses Jahr hat das EU-Parlament noch strengere Gesetze verabschiedet und sowohl einige Sektoren der Holzindustrie als auch Länder wie Großbritannien, Dänemark, Belgien und Spanien unterstützen das Verbot.
Unterzeichnen Sie die Petition für ein Gesetz gegen illegale Holzimporte und zum Schutz unserer Wälder und leiten Sie den Link auch an Freunde und Bekannte weiter.
Sobald die Petition 100.000 Unterschriften zählt, wird sie vor der Abstimmung an den EU-Rat übergeben:
Bitte protestieren Sie bei AVAAZ.org für ein EU-Gesetz gegen illegale Holzimporte
Quelle: Rettet den Regenwald, AVAAZ.org
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