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Waldbrände

 

   

Für die Orang-Utans stellen Waldbrände eine enorme Bedrohung dar.

Wenn sie nicht qualvoll in den Flammen sterben, fliehen sie in nahe gelegene Plantagengebiete. Dort werden sie oft von den Jägern der Plantagenunternehmen getötet, weil sie bei der Nahrungssuche Schäden in den Pflanzungen verursachen.

 

Die traditionelle Brandrodung ist eine der Hauptursachen für das häufige Auftreten der Brände. Sie ist für die Bauern ein unentbehrliches Hilfsmittel zur Bewirtschaftung ihres Landes.

Feuer werden zum Ende der Trockenzeit gelegt mit der Hoffnung, dass mit Einsetzen der Regenzeit die Brände gelöscht werden und der Boden mit Nährstoffen angereichert wird.

Mit dem Klimawandel sind aber die Regen- und Trockenzeiten nicht mehr vorhersehbar. Die Feuer brennen weiter.

 

Um gerodete Flächen schnellstmöglich anbaufähig zu machen, legen große Konzerne häufig Brände, die sich unkontrolliert ausbreiten.

 

In den meterdicken Torfböden der Tieflandregenwälder schwelt die Glut oft jahrelang unter der Oberfläche und kann sich jederzeit zu einem neuen Brand entwickeln.

 

Allein die Tieflandregenwälder im Mawas-Gebiet speichern 1,2 Gigatonnen Kohlenstoff. Brennen nur 0,5 Meter der bis zu 16 Meter tiefen Torfböden, emittieren 160 Millionen Tonnen CO 2.

 

Die vielen Brände in Indonesien machen das Land zum drittgrößten CO 2 - Emittenten weltweit.

 

 

 

 

Bei den katastrophalen Waldbränden 1997/1998 wurden 5,1 Millionen Hektar Regenwald unwiederbringlich zerstört.

 

 

Durch die schnelle Ausbreitung des leicht brennbaren Alang-Alang-Grases steigt die Gefahr der Waldbrände jährlich an.

 

Alang-Alang (Imperata cylindrica) ist eine Pionierpflanze auf verbrannten Flächen und verhindert durch die Absonderung von Giftstoffen durch die Wurzeln, dass sich schwerer entflammbare Pflanzen dort ansiedeln.

 

Durch ein ausgeprägtes Wurzelsystem kann Alang-Alang schwere Feuer überstehen und rasch wieder neue Triebe entwickeln.