Tierhandel
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Der illegale Tierhandel in Indonesien boomt. Orang-Utan-Babys werden in einigen Gegenden Südostasiens speziell bei wohlhabenden Familien gerne als Haustiere gehalten. die Babies sind nach dem Verlust ihrer Mutter in ihrer Hilflosigkeit bereit, auch Menschen als Eltern-Ersatz zu akzeptieren und sind aufgrund ihrer Anhänglichkeit und Verspieltheit sehr beliebt. Entsprechen die Orang-Utans im Laufe der Zeit dann nicht mehr dem Kindchen-Schema ist es damit oft vorbei.
Auf dem internationalen Markt werden die geschmuggelten Tiere mit einem Wert von bis zu 30.000 Euro gehandelt. Ende der 1980er Jahre wurde es vor allem in Taiwan sehr populär, einen Orang-Utan als Haustier zu halten.
Um ein Orang-Utan-Baby zu fangen, wird meist die Mutter angeschossen. Oft überleben beide Tiere den Sturz aus den Bäumen nicht oder verletzen sich dabei schwer. Viele Babys überstehen auch den Transport oder die Gefangenschaft bei den Tierhändlern nicht. Nach Schätzungen kommen auf ein Orang-Utan-Baby etwa vier bis fünf ermordete Orang-Utans. Nicht selten wird bei der Beschlagnahmung eines Orang-Utan-Babys ein älterer Orang-Utan tot im Garten gefunden, der umgebracht wurde, um wieder ein neues Orang-Utan-Baby kaufen zu können. |
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Aufgrund der niedrigen Fortpflanzungsrate ist eine Orang-Utan-Population extrem anfällig für Störungen. Das macht deutlich, warum der Tierhandel so gefährlich für das Überleben der Orang-Utans ist. |