Die Zerstörung des Lebensraumes stellt die größte Bedrohung für die Orang-Utans dar. Ehemals artenreiche Regenwälder sind zu Wüsten, Grassavannen und Industrieplantagen geworden.
Nach Angaben der Vereinten Nationen werden im Jahr 2022 etwa 98 Prozent der Regenwälder weltweit zerstört sein.
Durch den Raubbau am Regenwald wird auch die Bevölkerung ihrer Lebensgrundlage beraubt. Gleichermaßen ist auch der Orang-Utan vom Rückgang des Waldes betroffen. Nur noch vereinzelt findet er auf Sumatra und Borneo Platz zum Leben.
Die rasante Abholzung tropischer Primärwälder, die massive Ausbreitung von uniformen Ölpalmplantagen, großflächige zerstörerische Waldbrände und der nationale sowie internationale Tierhandel treiben den Rückgang der Verbreitungsgebiete und das Aussterben der letzen Orang-Utan-Populationen weiter voran.
Die Regierung Indonesiens unterstützt den Export von Holz. Nachhaltige Waldwirtschaft, Umweltschutz und ökologisches Denken sind noch immer Zukunftsmusik für einen Staat, der zu den korruptesten weltweit gehört. Zwischen der Regierung und den Betroffenen – ganz gleich ob Mensch oder Tier - stehen die Holzkonzerne und die Palmölindustrie, für die Gewinnmaximierung oberste Priorität hat.
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