Euphorbiaceae

Baccaurea lanceolata
Bridelia glauca
Glochidion arborescens
Homalanthus populneus
Macaranga tricocarpa
Macaranga tanarius
Mallotus paniculatus

Baccaurea lanceolata (Miq.) Mull.Arg., in DC. Prodr. 15, 2 (1866)
(lat. für 'lanzettlich geformt')

Synonyme
Adenocrepis lanceolatus (Miq.) Mull.Arg., Baccaurea glabriflora Pax & K.Hoffm., Baccaurea pyrrhodasya (Miq.) Mull.Arg., Hedycarpus lanceolatus miq., Pierardia pyrrhodasya Miq.

Lokale Namen auf Borneo
Ampusu, Asam pauh, Buah lepasu, Buah lipau, Empawang, Kalampesu, Lampaung, Lapahung, Laptu, Lipasu, Tamasu, Tampoi.

Beschreibung
Baum der unteren Kronenschicht, bis zu 21 m groß und 41 cm Durchmesser in Brusthöhe. Nebenblätter ca. 11 mm lang. Blätter an Astspitzen gruppiert, gegenständig, einfach, Blattadern gefiedert, unbehaart. Blüten ca. 2 mm im Durchmesser, weiß-gelb-pink, in langen Trauben angeordnet. Früchte ca. 30 mm lang, gelblich, Kauliflorie (Stammblütigkeit), fleischige geschlossene Kapseln, Samen mit weißem Arillus (Samenmantel).

Ökologie
In ungestörten gemischten Dipterocarpaceen- und in submontanen Wäldern. Meistens auf Schwemmlandböden (alluvial), manchmal auch auf Hügeln oder Bergrücken. Auf lehmigen bis sandigen Böden, aber auch auf Kalkstein. In Sekundärwäldern als Relikt des ungestörten Zustandes vorkommend.

Höhe
Bis zu 1300 m.

Verbreitung
Thailand, Malayische Halbinsel, Sumatra, Borneo (Sarawak, Brunei, Sabah, West-, Zentral-, Süd- und Ost-Kalimantan), Philippinen.

Gebrauch
Blätter werden medizinisch bei Bauchschmerzen verwendet. Früchte sind essbar.

 

     
     

Bridelia glauca Blume, Bijdr. (1826)
(lat. für grün-bläulich)

Synonyme
Bridelia acuminatissima Merr., Bridelia glauca var. laurifolia Jabl., Bridelia lauraefolia Elm., Bridelia multiflora Zipp., Bridelia nooteboomii Chakrab., Bridelia pubescens Kurz, Bridelia sosopodonica Airy Shaw, Cleistanthus myrianthoides C.B.Rob.

Lokale Namen auf Borneo
Kanidei, Meretanak, Pentanah.

Beschreibung
Baum der unteren Kronenschicht, bis zu 25 m groß und 45 cm Durchmesser in Brusthöhe. Nebenblätter ca. 10 mm lang. Bätter wechselständig, einfach, Blattadern gefiedert, oft eine etwas herzförmige Basis, Farbe der Blattober- und unterseite sind abgesetzt. Blüten ca. 3 mm im Durchmesser, grün-gelb, in dichten Bündeln in den Blattachseln angeordnet. Früchte ca. 8 mm lang, rötlich-blau-lila, Kapseln mit roten Samen.

Ökologie
An gestörten oder offenen Stellen in gemischten Dipterocarpaceen-Wäldern, submontanen und Keranga Wäldern (tropischer Heidewald), aber auch in verbuschter Vegetation. Gewöhnlich an Flüssen, auf Schwemmlandböden (Alluvial) mit sandigen bis lehmigen Böden, auch auf Kalkstein.

Höhe
Bis zu 2000 m.

Verbreitung
Indien, Birma, Thailand, Taiwan, Malayische Halbinsel, Sumatra, Java, Borneo (Sarawak, Brunei, Sabah, West-, Zentral-, Süd- und Ostkalimantan), Philippinen, Sulawesi, Molukken, Neu Guinea.

Gebrauch
Das Holz wird lokal als Pfahl beim Anbau von Pfeffer genutzt, der Pfeffer kann am Pfahl hochranken , desweiteren wird es im Brücken- und Hausbau genutzt. Die Früchte sind essbar.

 

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Glochidion arborescens Blume, Bijdr. 584 (1825)Latein für baumartig.

Lokale Namen auf Borneo
Manyam, Obah nasi, Timbau-timbau.

Synonyme
Glochidion bancanum Miq., Phyllanthus arborescens (Blume) Muell.Arg., Phyllanthus silhesticus Muell.Arg., Phyllanthus teijsmanii., ? Phyllantus zeylanicus sec. Boerl., Glochidion sclerophyllum Hook. f., ? Glochidion zeylanicum sec. Boerl., Glochidion silhesticum (Muell. Arg.) Croiz.

Beschreibung
Baum der unteren Kronenschicht, bis zu 26 m groß und 30 cm Durchmesser in Brusthöhe (dbh). Nebenblätter ca. 2.5 mm lang. Blätter wechselständig, einfach, Blattadern gefiedert, Unterseite gewöhnlich behaart. Blüten ca. 3 mm Durchmesser, weiß-pink, placed in axillaren Bündeln. Früchte ca. 4 mm lang, weiß-pink-rot, aufplatzende Kapseln, die Samen verbleiben auf der Spalte, nachdem sich die Kapsel öffnet.

Habitat & Ökologie
An gestörten (hauptsächlich an Straßen aber auch in offenem Buschwerk) und ungestörten Plätzen in gemischten Dipterocarpaceen-Wäldern. Meistens auf Hügeln und Bergrücken mit (wenig tiefgründigen) Lehmböden.

Höhe
Bis zu 900 m.

Verbreitung
Südostasien, Thailand, Malayische Halbinsel, Sumatra, Java, Borneo (Sarawak, Sabah, Ostkalimantan), Sulawesi.

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Homalanthus populneus (Geiseler) Pax, in Engl. & Prantl. Nat. Planzenfam. 3, 5 (1890)
(lat. für Pappel-ähnlich')

Synonyme
Carumbium populneum (Geiseler) Mull.Arg., Carumbium populneus var. minus Mull.Arg., Carumbium populifolium Reinw., Excoecaria laevis Blanco, Homalanthus leschenaultianus A.Juss., Homalanthus populneus var. genuinus Pax & K.Hoffm., Homalanthus populneus var. laevis (Blanco) Merr., Homalanthus populneus var. minor (Mull.Arg.) Merr., Homalanthus populneus var. siccus Pax, Homalanthus sulawesianus Airy Shaw, Stillingia populnea Geisele

Lokale Namen auf Borneo
Bangki, Belantas, Belok malok, Bubalong, Bungalau, Buta-buta, Buta-buta paya, Buta lalat, Butaq, Delamato, Gela, Kalang matoh, Kayu kelepela, Kelebutag, Kepelak, Ketapang lalat, Laru, Ludai api, Majin, Merendang, Sedaman, Tapang lalat.

Beschreibung
Baum des Unterholzes, bis zu 12 m groß und 12 cm Durchmesser in Brusthöhe (dbh.). Nebenblätter ca. 14 mm lang, rot. Blätter gegenständig, einfach, gefiederte oder dreiadrige Blattadern, unbehaart, Unterseite weißlich, manchmal mit zwei Drüsen an der Basis der oberen Blattoberfläche . Blüten ca. 1.5 mm im Durchmesser, gelblich, in langen Trauben angeordnet. Früchte ca. 5 mm im Durchmesser, grün, aufspringende Kapseln, Samen im Samenmantel (Arillus).

Habitat & Ökologie
An eher schwer gestörten, offenen Plätzen wie Buschwerk oder Straßenrändern.

Höhe
Bis zu 3000 m über dem Meeresspiegel.

Verbreitung
Thailand, Malayische Halbinsel, Sumatra, Java, Kleine Sunda-Inseln, Borneo (Sarawak, Brunei, Sabah, West-, Süd- und Ostkalimantan), Philippinen, Sulawesi, Molukken.

Gebrauch
Die Früchte werden z.B. in Sabah medizinisch für Wunden genutzt. Die Blätter werden über Feuer getrocknet und erhitzt und nach Geburten oder gegen Fieber auf den Unterleib gelegt (Burkill, 1935). Rinde und Blätter können in Verbindung mit bestimmtem Schlamm zum Färben genutzt werden. Die getrockneten und gemahlenen Blätter werden als Wurmmittel an Vieh verfüttert (Heyne, 1950). Die zerstoßenen Blätter gemischt mit Asche und Pfeffer werden als Fischgift genutzt. Die Pflanze wird auch als Aromamittel für Tabak genutzt (Bernstein 524). Das Holz ist von schlechter Qualität und verrottet schnell, wird aber als Feuerholz genutzt. Manchmal wird der Baum gepflanzt, er ist für Wiederaufforstungsmaßnahmen, aber nur auf besseren Böden geeignet (Lörzing 223). Die Wurzeln werden lokal rituell genutzt, die Blätter helfen bei Durchfall.

 

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Macaranga trichocarpa (Reichb.f. & Zoll.) Mull.Arg., in DC. Prodr. 15, 2 (1866)
(lat. für behaarte Früchte)

Synonyme
Macaranga minutiflora Mull.Arg., Macaranga trichocarpa var. trilobulata Gagnep., Mappa trichocarpa Reichb.f. & Zoll.

Beschreibung
Bis zu 7 m großer Strauch, 6 cm Durchmesser in Brusthöhe (dbh). Zweige stabil und behaart. Nebenblätter ca. 5 mm lang, werden früh abgeworfen. Blätter wechselständig, einfach, dreiadrig, Ober- und Unterseite behaart (Sandpapier-artig), mit zwei basalen Saftdrüsen an der Oberseite. Blüten ca. 0.5 mm im Durchmesser, grün-gelblich, in Bündeln angeordnet, umrahmt von mit Fransen versehenen Hochblättern, welche Teil einer kurzen Traube oder Rispe sind. Früchte ca. 10 mm im Durchmesser, grün-silbrig, zweilappig, aufplatzend, stachelige Kapseln, welche mit hautreizenden Haaren bedeckt sind.

Habitat & Ökologie
In sehr gestörten gemischten Dipterocarpaceen-Wäldern, aber manchmal auch im Unterholz zu finden. In Buschwerk, entlang Straßen und Waldrändern, meistens auf Hügeln und Bergrücken.

Höhe
Bis zu 600 m.

Verbreitung
Indien, Burma, Südostasien, Thailand, Malayische Halbinsel, Sumatra, Borneo (auf der gesamten Insel).

 

 

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Macaranga tanarius (L.) Mull.Arg., in DC. Prodr. 15, 2 (1866)
(lat. für 'Tannin')

Synonyme
Macaranga molliuscula Kurz, Mappa tomentosa Blume, Ricinus tanarius L.

Lokal Namen aufBorneo
Kakat, Limboga, Lingkobong, Melang kabau, Sedaman, Sedaman susuan, Singkabong.

Beschreibung
Baum des Unterholzes, bis zu 19 m groß und 47 cm im Durchmesser (dbh.) Stabile Zweige. Aufrechte Nebenblätter, ca. 14 mm lang. Blätter wechselständig, einfach, schildförmig, handförmig geadert, selten grundständige Nektar-Drüsen auf der Blattoberseite,Blattunterseite glatt bis behaart. Blüten ca. 0.5 mm im Durchmesser, grün-gelblich, angehäuft in Deckblättern, welche Teil großer Rispen sind . Früchte ca. 10 mm im Durchmesser, grau-gelblich ,zweilappig, aufplatzende Kapseln mit ein paar langen weichen Stacheln, Samen in schwarzer Samenhülle (Aril)

Ökologie
Gewöhnlich in sehr degradierten Dipterocarpaceen-, Keranga-, und Submontanen Wäldern. Auch nahe Stränden und Tide-beeinflussten Strömen, entlang von Straßen und auf Hügeln sowie Kämmen. Meistens auf sandigen bis steinigen Böden.

Höhe
Bis zu 1400 m.

Verbreitung
Von Indien, China und Japan südlich bis in den Westpazifik und Australien. Auf Borneo auf der ganzen Insel zu finden.

Gebrauch
Das Holz wird lokal für den Bau von Häusern genutzt

 

 

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Mallotus paniculatus (Lam.) Mull.Arg., Linnaea 34 (1865)
(lat.für rispenförmig bzw. verzweigt, bezogen auf den Blütenstand)

Synonyme
Croton appendiculatus Elmer, Croton paniculatus Lam., Echinus trisulcus Lour., Lasipania tricuspis Raf., Mallotus albus (Roxb.) Mull.Arg., Mallotus conchinchinensis Lour., Mappa conchinchinensis Spreng., Rottlera alba Roxb., Rottlera paniculata (Lam.) Blume, Trewia tricuspidata Willd.

Lokale Namen auf Borneo
Balik angin, Bayur, Berlekut, Entupak, Waringkanin laki.

Beschreibung
Bis zu 10 m hoher Strauch, 22 cm Durchmesser in Brusthöhe (dbh.). Nebenblätter ca. 1 mm lang. Blätter wechselständig, einfach,dreiadrig, Unterseite behaart, mit zwei auffallenden Nektar-Drüsen an der oberen Blattbasis. Blüten ca. 4 mm im Durchmesser, weiß-gelblich, in Trauben angeordnet. Früchte ca. 7 mm im Durchmesser, grün-gelb-bräunlich, dreifach gelappt, stachelig, aufspringende Kapselfrucht, Samen mit schwarzem Samenmantel (Arilus).

Habitat & Ökologie
An offenen und gestörten Stellen in gemischten Dipterocarpaceen-Wäldern,Torfsümpfen, Küsten- und submontane Wäldern. Oft in stark degradierter Vegetation, Buschwerk, an Straßenrändern und Flussufern. Meistens auf sandigen bis lehmigen Böden.

Höhe
Bis zu 1500 m.

Verbreitung
Von Indien, Süd-China und Taiwan bis Neu Guinea und Nordostaustralien. In Borneo auf der ganzen Insel vorkommend.

Gebrauch
Das Holz wird lokal für Baukonstruktionen genutzt.

 

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