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Die Aktivitäten der BOS Foundation im Jahr 2011 |
Das Jahr geht zur Neige und wir blicken auf harte, teils erfolgreiche, teils erschütternde Monate zurück. Vielen hier fehlt die Vorstellung davon, was 10.800 Kilometer ostwärts tagtäglich geleistet wird. Wir möchten Ihnen einen Einblick in die Arbeit Vorort, also in Bogor, Nyaru Menteng und Samboja Lestari geben. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Seit 20 Jahren im Kampf gegen Windmühlen
Mitarbeiter_innen Samboja Lestari Bereits seit 20 Jahren kämpft die Borneo Orangutan Survival Foundation für den Schutz der stark bedrohten Orang-Utans und ihres Lebensraumes, dem Regenwald in Indonesien.
Heute leitet die BOS Foundation das größte Primatenschutz-projekt weltweit und ist derzeit verantwortlich für rund 850 Orang-Utans und 48 Malaienbären. Die indonesische Stiftung BOS wird von internationalen Spendern und Partner-organisationen unterstützt.
61 Mitarbeiter_innen im Mawas-Projekt. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Der Spielplatz der Station Reha-Station Nyaru Menteng in Zentralkalimantan: In Nyaru Menteng leben 17 wilde Orang-Utans, die nach Quarantäne und ggf. medizinischer Versorgung in geeignete Waldgebiete umgesiedelt werden. Die nächsten Umsiedlungen finden bereits Ende Januar 2012 statt.
Insgesamt 620 Orang-Utans befinden sich in verschiedenen Stufen des Rehabilitationsprogrammes und werden Schritt für Schritt auf ihre Auswilderung vorbereitet. Leider sind rund 300 der rothaarigen Menschenaffen in Sozialisierungskäfigen untergebracht, entweder weil sie aufgrund von Krankheiten von gesunden Tieren isoliert werden müssen oder weil sie schon zu groß sind, um noch die Waldschule zu besuchen.
später für ein selbständiges Leben in Freiheit benötigen.
werden. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Reha-Station Samboja Lestari in Ostkalimantan:
Samboja Lestari In der Station Samboja Lestari sind insgesamt 230 Orang-Utans untergebracht. Auch hier müssen leider 172 der Menschenaffen bis zu ihrer Auswilderung in Käfigen gehalten werden. In der Waldschule von Samboja Lestari trainieren tagsüber 32 Orang-Utans das Klettern, Nester bauen und „Pflanzenkunde“. Einige von Wassergräben umgebene Inseln bieten zudem 24 kranken und behinderten Tieren einen dauerhaften Platz zum Leben.
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Die Projektaktivitäten der BOS Foundation sind sehr vielfältig und umfassen aktuell folgende Schwerpunkte:
Pflege der Tiere
Medizinische Versorgung steht auf der Tagesordnung und ist unerlässlich. Die Pflege und medizinische Versorgung der Orang-Utans und Malaienbären in den beiden BOS-Stationen ist sehr zeitaufwändig und kostenintensiv.
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Vorbereitung der Auswilderungen
Aber auch die meist sehr langwierigen Verhandlungen über geeignete Auswilderungsgebiete mit Provinzregierungen z.B. Murung Raya sind Aufgabe der BOS Foundation. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
indonesische Schüler_innen Kommunikation und Umweltbildung In der Station Nyaru Menteng besuchen durchschnittlich 940 Menschen monatlich– vor allem indonesische Schulklassen das BOS-Informationszentrum und werden über die Arbeit vor Ort aufgeklärt. Die Aufklärung und Beteiligung an den Projekten soll die Akzeptanz der lokalen Bevölkerung in Bezug auf Orang-Utan-Schutzmaßnahmen erhöhen.
Allein bei BOS Deutschland haben rund 2500 Unterstützer_innen eine Adoption oder Patenschaft für einen Orang-Utan übernommen. Diese bekommen halbjährlich Informationen mit aktuellen Fotos von Ihrem Patentier.
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Mitarbeiter beim Baumpflanzen Landrehabilitation in Samboja Lestari
Auch Feuerbekämpfungsmaßnahmen sind weiterhin notwendig. In der BOS-eigenen Kompostproduktion werden alle pflanzlichen Abfälle und der Tierkot aus der Station verwertet – durchschnittlich werden 5 Säcke Kompost pro Monat produziert. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Aktivitäten im Mawas-Projektgebiet
Camp Tuanan Im Mawas-Projektgebiet lebt eine der letzten wilden Orang-Utan-Populationen mit ca. 3.000 Tieren. Von Juli bis September 2011 stellte BOS zur Überwachung des Gebietes im South Barito Areal 24 Routinepatrouillen zur Verfügung. In diesem Zeitraum konnten keine illegalen Aktivitäten festgestellt werden.
Inmitten von Mawas liegt das BOS-Forschungszentrum Camp Tuanan, in dem indonesische und internationale Wissenschaftler Forschungsarbeiten an wild lebenden Orang-Utans durchführen. Der Schwerpunkt der Forschung liegt derzeit auf folgenden Themen: Ernährung von wildlebenden Orang-Utans, Parasiten und ihre Effekte auf die Gesundheit von Orang-Utans, Hormone und genetische Studien.
Wilder Orang-Utan
Betreut werden die Forschungsarbeiten u.a. von Prof. Dr. Carel van Schaik, einem renommierter Orang-Utan-Wissenschaftler. Die Verhaltensbeobachtungen der wildlebenden Orang-Utans bieten eine wichtige Grundlage für die Planung und Umsetzung von Auswilderungen der Tiere aus den BOS-Stationen.
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BOS Deutschland bedankt sich ganz herzlichen bei allen Spender_innen für Ihre Unterstützung und bei allen Mitarbeiter_innen der BOS Foundation für Ihren Einsatz.
Wir wünschen allen ein gesundes Jahr 2012! |
Quelle: BOS Foundation |